Die
Batzenberger Winzerkapelle e. V. kann auf über 200 Jahre ihres
Bestehens zurückblicken. Sie gehört somit zu den ältesten
Vereinen in der Region.
Die Gemeinde Pfaffenweiler gehörte einst zur Herrschaft Kirchhofen-Staufen.
Im Jahre 1738 konnte das schwarzwälder Kloster St. Blasien
die Herrschaft zum Preis von 250000 Gulden erwerben. Von 1738 bis
zur Säkularisation im Jahre 1805 war Pfaffenweiler dem Kloster
St. Blasien untertan.
In den geschichtlichen Unterlagen des Vereins wird das Jahr 1794
als das Jahr der Vereinsgründung angegeben. |

Fahnenweihe
1891
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Schon einige
Jahre zuvor wird in Staufen eine "Kirchenmusik" erwähnt.
In einer Gemeinderechnung
aus dem Jahre 1766 ist von Schützen die Rede, die am Feste
Corporis Christi Salven abgaben und
paradierten. Von dieser Zeit an finden sich sowohl in den Kirchen-
als auch in den
Gemeindebüchern Hinweise, dass die Schützen Brot im
Wert von 4-6 Gulden für ihr
Auftreten am Fronleichnamsfest erhielten. Nach der Säkularisation
zu beginn des 19.
Jahrhunderts wurde das Kloster St. Blasien aufgelöst,
somit auch der sanktblasinische Sitz
in Staufen. Pfaffenweiler gehörte nunmehr zum Grossherzogtum
Baden.
Das Kloster, das die Musiker sehr unterstützte, gab es nun
nicht mehr, und so musste sich der
Verein auf eigene Füsse stellen. Die Musiker spielten fortan
nicht mehr nur bei kirchlichen
Anlässen, sondern auch bei Tanzveranstaltungen. 1858 war
das Jahr der Wiedergründung
der Musikgesellschaft. In diesem Zusammenhang wird die Familie
Hiß erwähnt, die gleich
drei Musiker stellte. Es waren Karl, Johann und Clemens Hiß.
Johann Hiß galt als der grosse
Förderer der Musikkapelle. Er bemühte sich auch um neue
Mitglieder. Schon vier Jahre später,
im Jahr 1863, erhielt die Musikgesellschaft die erste Vereinsfahne.
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Fronleichnahm
1949 |
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1873 erhielt
der Verein seine ersten Statuten unter dem Vorsitzenden Heinrich
Gutgsell, und 1877
wird Robert Bösch Vorstand und Dirigent zugleich. Die zweite
Vereinsfahne wird 1889 feierlich
eingeweiht. Im Jahre 1892 war der Verein Mitbegründer des
oberbadischen Musikverbandes. Zwei
Jahre danach hatte der Verband in Pfaffenweiler sein 2. Verbandsfest.
In diesem Jahr konnte der
Verein auf 100 Jahre seines Bestehens zurückblicken. Am 12.
Juni 1909 berichtet das Staufener
Wochenblatt, dass die alte Fahne gegen eine neue ausgetauscht
wurde. Diese wurde am 06. Juni
1909 feierlich eingeweiht. An dem festlichen Akt nahmen der Musikverein
Kirchhofen und der
Gesang- und Militärverein Pfaffenweiler teil. Mit Beginn
des ersten Weltkrieges hörte das
Vereinsleben und somit auch das musizieren für einige Jahre
auf. Nach dem Krieg brauchte
es einige Zeit bis sich wieder ein paar Männer zum gemeinsamen
musizieren zusammenfanden.
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Neue Tracht
1967
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1921
trat der Verein dem in Buggingen gegründeten Markgräfler
Musikverband bei. Erster
Vorsitzender war damals Emil Gutgsell. Im Jahr 1925 konnte der Musikverein
das Fest des
130-jährigen Bestehens feiern. Es war zugleich auch das vierte
Verbandsfest des Markgräfler
Musikverbandes. Im zweiten Weltkrieg verlor der Verein zahlreiche
Mitglieder. Nach dem
Krieg wurden durch die französische Besatzungsmacht sämtliche
Vereine verboten. Erst
nach langwierigen Verhandlungen konnte ein Jahr nach dem Krieg,
1946, der Verein wieder
neu gegründet werden. Es wird berichtet, dass 40 Schriftstücke
in Deutsch und Französisch
erforderlich waren, bis die Musiker wieder als Verein zusammenkommen
konnten. |
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Am 06. Januar
1946, dem Fest der Kirchenpatronin St. Columba, spielte die Kapelle
erstmals
nach dem Krieg mit dreizehn Mann beim Hauptgottesdienst. Im Jahre
1950 wurde der ebenfalls
aufgelöste Oberbadische Musikverband erneut gegründet.
1951 trat der Verein, unter der
musikalischen Leitung von Erich Fröhlich, dem Verband bei.
1954 konnte der Verein sein
160-jähriges Bestehen feiern. Zugleich fand das Bezirksmusikfest
des Oberbadischen
Blasmusikverbandes mit Wertungsspielen statt. Die Gemeinde Pfaffenweiler
feierte im Jahre
1967 ihr 1250-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass stellten
sich die Musikerinnen und Musiker
in neugeschaffenen Trachten vor. Der Musikverein wurde in "Batzenberger
Winzerkapelle e.V."
umbenannt. 1968 trat der Verein dem Bund Heimat und Volksleben
bei, von dem er zuvor
Zuschüsse für die neuen Trachten erhalten hatte.
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vierte Vereinsfahne
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1975 wurde
Josef Waibel zum 1. Vorsitzenden gewählt. Die musikalische
Leitung hatte von 1974
bis 1977 Karl Bornemann. Im Jahr 1978 übernahm Joachim Volk
den Dirigentenstab. Mit ihm
wurde dann auch erstmals eine Jugendkapelle gegründet. Ganz
im Zeichen des Festes stand
das Jahr 1979, dem Jahr des 185-jährigen Bestehens des Vereins.
Mit dem Jubiläum wurde der
Winzerkapelle die Ausrichtung des 1. Kreistrachtenfestes des Bundes
Heimat und
Volksleben übertragen. Dieses Treffen von Trachtenträgern
war für den damaligen Vorsitzenden
Josef Waibel Anlass, die Damen der Kapelle mit der Breisgauer
Frauentracht auszustatten.
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Das
190-jährige Bestehen der Batzenberger Winzerkapelle wurde festlich
begangen. Es fand
vom 18.-24. Mai 1984 statt. Im Mittelpunkt der festlichen Veranstaltungen
stand die Vorstellung
und Weihe der neuen Vereinsfahne. Es ist die vierte Fahne des Vereins.
Der letzte grosse
Anlass der Kapelle war das 200-jährige Vereinsjubiläum
vom 02.-05. Juni 1994, verbunden
mit dem 12. Kreistrachtenfest des Bundes Heimat und Volksleben,
das unter dem damaligen
Vorsitzenden Dietmar Waibel stattfand. |
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BWK im Jahr 2007 |
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2000
wurde die jetzige Vorsitzende Karin Horst gewählt. Das 210-
jährige Jubiläum wurde 2004 im kleinen aber angemessenen
Rahmen gefeiert. Zu diesem Anlass wurde der Kapelle in Esslingen
vom Ministerpräsidenten des Landes Baden-Würtemberg, Erwin
Teufel, die Conradin-Kreutzer Tafel überreicht. Unter der Mitwirkung
der Freiwilligen Feuerwehr Pfaffenweiler und des Musikvereins Munzingen
wurde auf dem Sportplatz des VFR Pfaffenweiler der Grosse Zapfenstreich
gespielt. Die musikalische Leitung hatte Dirk Götz der die
Kapelle seit 2001 musikalisch leitet.
Durch die hervoragende Jugendarbeit und die stete Integration der
Jugendlichen ins Hauptorchester
wuchs die Winzerkapelle zu einem mittlerweile 50 Mitglieder zählenden
Orchester heran. |
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| Vorstände
der Batzenberger Winzerkapelle |
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1820 - 1848
1858 - 1864
1865 - 1873
1873 - 1877
1877 - 1903
1903 - 1907
1907 - 1923
1923 - 1927
1927 - 1933
1933 - 1936
1936 - 1950
1950 - 1953
1953 - 1961
1961 - 1968
1968 - 1975
1975 - 1991
1991 - 2000
2000 - heute
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Johann
Hiss
Franz Josef Eckert
Josef Gutgsell
Heinrich Gutgsell
Robert Bösch
Mathäus Däschle
Johann Georg Blattmann
Emil Gutgsell
Stefan Dierenbach
Emil Gutgsell
Adolf Bösch
Josef Elmlinger
Alois Bösch
Albert Elmlinger
Emil Eckert
Josef Waibel (Ehrenvorsitzender)
Dietmar Waibel
Karin Horst
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| Dirigenten
der Batzenberger Winzerkapelle |
1820
1848
1877 - 1903
1893
1894 - 1902
1902 - 1919
1919 - 1927
1927 - 1931
1931 - 1939
1946 - 1948
1948 - 1956
1956 - 1958
1958 - 1965
1965 - 1966
1966 - 1969
1969 - 1973
1974 - 1977
1978 - 1980
1981 - 1984
1985
1986 - 1992
1992 - 1999
1999 - 2001
2001 - heute
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Johann Hiss
Johann Hiss
Robert Bösch
Karl Friedmann
Emil Bührle
Franz Meier
Hermann Stork
Emil Klinkmüller
Anton Schwertfeger
Josef Stamms
Erich Fröhlich
Max Hauser
Paul Eckert
Kurt Zierold
Karl Bühler
Bruno Meck
Kurt Bornemann
Joachim Volk
Siegfried Bauchinger
Hans Breika
Ludwig Laberer
Oskar Burgert
Heiko Mazurek
Dirk Götz
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